Textservice Bremen

Was tun bei Mobbing in den sozialen Netzwerken?

September 20, 2013 Iris

Für den Freund strippen und alles auf Video aufnehmen – ein großer Fehler, wie eine junge Frau feststellen musste. Das peinliche Video wurde ihr bei einem Vorstellungsgespräch gezeigt. Ihr Ex-Freund hatte es nach der Trennung ins Internet gestellt. Ihre potentiellen Arbeitgeber hatten das Video gefunden. Den Job bekam sie nicht. Laut Arbeitgeber passte sie nicht zum Unternehmen.

Soziale Isolation, andauernde Schikane, sexuelle Belästigung oder wiederholte ungerechtfertigte Kritik – Mobbing ist für die Betroffenen mit großem Leid verbunden. Inzwischen ist bekannt, dass das Mobbing nicht nur im Alltag stattfindet, sondern seine Kreise bis ins Internet ziehen kann. Hier können die Täter auf ein großes Publikum setzen um das Opfer zu demütigen. Mobbing im Internet kann auf unterschiedliche Arten erfolgen: durch Beleidigungen, Verleumdungen oder die Verbreitung peinlicher Foto und Videos. Betroffen sind dabei nicht nur Jugendliche, auch unter Kollegen oder ehemaligen Liebschaften kann es zu verbalen Attacken kommen. Was einmal im Netzt ist, lässt sich nur schwer wieder löschen.

 

Das Internet bietet den Tätern einen großen Vorteil: sie müssen ihrem Opfer bei den Angriffen nicht in die Augen schauen. In manchen Fällen bleiben sie sogar ganz anonym. Erstattet ein Opfer jedoch Strafanzeige gegen seine Peiniger, hat die Staatsanwaltschaft das Recht, sich die die Daten des Täters vom Plattformbetreiber übermitteln zu lassen. Dem Täter drohen saftige Geldstrafen und sogar Haftstrafen.

 

Um Mobbing im Internet einzudämmen rät die Stiftung Warentest, möglichst wenig Persönliche Daten und Bilder öffentlich preiszugeben. Auf diese Weise haben die Täter weniger Ziele für ihre Angriffe. Zudem sollten die Privatsphäre-Einstellungen auf den jeweiligen Plattformen so eingestellt sein, dass nur Freunde Zugang zu den Informationen haben. Sollte man trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ein Mobbing-Opfer werden, ist es wichtig zunächst alle Angriffe als Beweise zu speichern und zu sammeln und den Plattformbetreiber aufzufordern die betreffenden Inhalte zu löschen.

 

Quellen:

 

http://www.test.de/Mobbing-im-Internet-Gegenwehr-ist-moeglich-4607746-0/

 

http://www.focus.de/schule/schule/psychologie/psychoterror/tid-27712/tatort-internet-facebook-veraendert-die-qualitaet-des-mobbings_aid_839182.html